Halsreif

Diese Halsreifen wurden von den Naga als Prestige-Objekt getragen, wobei die Anzahl der gegossenen Köpfe der Überlieferung nach den vom Träger oder des Stammes gewonnenen Köpfen entsprach. Vermutlich ist dieser Halsreif in der Cire-perdue-Gusstechnik hergestellt, bei der alte Messingstücke als Rohstoff dienten und in eine Wachsform gegossen wurden.

Metall war bis weit in das 20. Jahrhundert ein seltenes und wertvolles Gut. Die Metallverarbeitung galt als magisch bedeutsame und daher gefährliche Beschäftigung, war in einzelnen Gemeinschaften gar verboten und wurde von Spezialisten ausgeführt, die dann ganze Dorfgruppen mit ihren Produkten belieferten. Einfache Armbänder und Ohrringe wurden aus zurechtgeschnittenen Metallstreifen in Form gebogen und gehämmert.

Objekt Halsreif
Kultur Naga, Ost-Indien/West-Burma
Zeit Um 1900
Maße Durchmesser: 17,50 cm
Material Messing
Weiterführende Literatur Zurück zur Raumansicht